Weiche Deckung in Natur pur

    Reet ist die wohl bekannteste Art der weichen Deckung. Im Norden Deutschlands gehören Reetdächer zum traditionellen Landschaftsbild. Mit Reet werden Dächer bereits gedeckt, seit der Mensch den Ackerbau erfand. Noch heute bilden die mit Rohr eingedeckten Dächer wichtige Landschaftselemente.

    Stroh auf dem Dach – Hält das überhaupt?

    Auch wenn es wie Stroh aussieht, Reetdächer sind aus getrocknetem Schilf hergestellt, das in Bündeln verlegt und mit speziellen Reetnadeln befestigt wird. Reet ist die norddeutsche Bezeichnung für das Schilfrohr. Die besonderen Eigenschaften dieses Baustoffes resultieren aus dem hohen Siliziumgehalt. Dieser sorgt dafür, dass Reet wasserunempfindlich ist und nicht so leicht brennt. Reet ist eingestuft als "normal entflammbar". Wie haltbar so ein Dach ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, besonders wichtig ist die Trockenheit der gesamten Dachkonstruktion. Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks – Fachverband Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik – e. V. hat die sogenannte „Fachregel für Dachdeckungen mit Reet“ herausgebracht, Dachdecker richten sich bei der Eindeckung mit Röhricht nach diesen Regeln sowie den eigenen Erfahrungen und schaffen ein kleines Kunstwerk aus Naturbaustoff, das lange hält.

    Richtige Pflege – So hält Ihr Dach noch länger!

    Neben der fachgerechten Verlegung des Reets sorgt auch eine regelmäßige Wartung für eine möglichst lange Haltbarkeit. Die Maßnahmen zur Pflege lassen sich in vier Bereiche unterteilen:

    • Säubern
    • Festklopfen
    • Stutzen der um das Gebäude wachsenden Bäume
    • Algen- und Moosbekämpfung

    Werden diese Arbeiten regelmäßig und fachgerecht durchgeführt, dankt Ihnen Ihr Reetdach dies durch ein schönes Aussehen und lange Lebensdauer.

    Dächer gestalten mit Reet

    Reet als Material zur Dacheindeckung ist nicht nur in Norddeutschland üblich und bekannt. In vielen Gegenden in Asien, Afrika und Europa findet man Reetdächer in den unterschiedlichsten Varianten. Je nachdem, wie das gesamte Dach gestaltet ist, wie Gauben oder Erker eingebunden sind und welche Firstart verwendet wird, bekommt ein Reetdach und damit auch das Gebäude ein ganz individuelles Gesicht. Man unterscheidet Strohfirste, Heidefirste, Sodenfirste und andere Firste. Neben der Optik ist besonders in diesem Bereich eine absolute Dichtigkeit wichtig.

    Ein Dach aus Reet – eine gute Entscheidung!

    Der hohe Anteil an eingeschlossener Luft sorgt beim Reetdach für hervorragende Wärmedämmung. Reet wird auch als Dämmmaterial für Wände verwendet. Ein Reetdach ist sehr lange haltbar, manche Konstruktionen und Eindeckungen überdauern schon Jahrhunderte. 

    Jan Duschkewitz
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